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Der Kredit - geschichtliche Entwicklung

Kredite gab es bereits im frühen Mittelalter. Damals waren, weil sich die Christen streng an das im Alten Testament stehende Zinsverbot hielten, die Juden die einzigen, die Kredit in Form von Geld geben konnten, wobei eigentlich auch für die Juden ein Zinsverbot galt, was jedoch nur auf die Mitglieder der Religionsgemeinschaften beschränkt war. Insbesondere die mittelalterlichen Fürsten machten von dieser Ausnahme Gebrauch. Sie finanzierten über Kredite bei jüdischen Kreditgebern ihre Schlösser und ihre Kriege. Die Rückzahlungen erfolgten, wenn überhaupt durch Steuereinnahmen und Eroberungen.

Ende des 17. Jahrhunderts fiel aber dann das Zinsverbot für Christen offiziell. Aber schon früher, nämlich 1530, gewährte Jakob Fugger dem deutschen Kaiser Ferdinand I. ein Darlehen. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Banken in der Form von Kapitalgesellschaften gegründet. Grund dafür war, dass der steigende Kreditbedarf nicht mehr ausschließlich durch Privatbankiers gedeckt werden konnte. Mit der zunehmenden Industrialisierung bestand die Notwendigkeit, dass auch kleine Handwerker sich im Kampf ums Überleben gegenüber den großen Industriebetrieben absichern mussten und ihre Position auf dem Markt stärkten mussten. Vor diesem Hintergrund entstanden die Spar- und Konsumgenossenschaften. Diese gewährten einem kleinen Handwerker auch einen Kredit.

Seit den 1950er Jahren gibt es den Ratenkredit. Nach 1970 hatte fast jeder Arbeitnehmer ein laufendes Girokonto, auf dem das Gehalt oder der Lohn eingeht und über das der Zahlungsverkehr bargeldlos abgewickelt werden kann. Für ein Girokonto kann man einen o genannten Dispositionskredit beantragen. Dessen Höhe ist abhängig von den monatlichen Gehaltseingängen. In der Regel wird ein Kredit von den Banken in Höhe mehrerer monatlicher Gehaltseingänge gewährt.

Sabrina Fries

sabrina.fries@googlemail.com