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Tagesgeld als Geldanlage

Tagesgeld als Geldanlage wird auf einem besonderen Konto verwaltet, das meistens kostenfrei geführt wird. Mit diesem Konto kann man nicht am allgemeinen Zahlungsverkehr teilnehmen. Man kann nur Einzahlungen in bar oder per Überweisung vornehmen. Will man sein Geld wieder haben, kann man die Bank auffordern, das Geld in bar oder per Überweisung auszuzahlen. Die Bank muss diese Aufforderungen erst nach 24 Stunden ausführen.

Tagesgeld als Geldanlage ist eine sehr liquide Geldanlage.

Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit anstehende Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Festverzinsliche Wertpapiere sind, weil man diese an der Börse börsentäglich verkaufen kann, auch als liquide einzustufen. Diese Liquidität hat aber gegenüber der Anlage als Tagesgeld erhebliche Nachteile. Der Kauf und Verkauf festverzinslicher Wertpapiere kostet Gebühren. Gebühren fallen bei der Anlage des Geldes als Tagesgeld nicht an. Zwar garantieren die festverzinslichen Wertpapiere, dass der Emittent zum Ablauftermin an den Anleger, den auf dem Wertpapier aufgedruckten Nennwert (Nominalwert) ausbezahlt. Während der Laufzeit sind nur die Zinszahlungen sicher. Als Emittenten kommen in Frage: Staaten - Bundesländer - Großstädte - Banken - Versicherungen - Aktiengesellschaften. Da diese Papiere an der Börse gekauft und verkauft werden können, reagieren diese sehr zinssensibel. Steigende Zinsen führen zu sinkenden Kursen. Sinkende Zinsen führen zu steigenden Kursen. Der Anleger ist bei solchen Anlagen einem Kursrisiko ausgesetzt. Bei Tagesgeld als Geldanlage gibt es solche Kursrisiken nicht.

Tagesgeld als Geldanlage kennt kein Emittenten-Risiko.

Im vorherigen Abschnitt wurde dargestellt, wer ein Emittent sein könnte. Der Emittent garantiert die Rückzahlung des aufgedruckten Nominalkapitals und die Zahlung der aufgedruckten Zinsen. Nun erfährt man aus den Nachrichten, dass Griechenland von den anderen Nationen der EU finanzielle Hilfe erhalten muss, um nicht insolvent zu werden. Diese Hilfen wurden Griechenland zugesagt. Namhafte Experten rechnen allerdings damit, dass Griechenland diese Hilfen niemals zurückzahlen kann, weil es Griechenland an der notwendigen Liquidität fehlt. Diese Situation, dass ein Emittent nicht in der Lage ist, die garantierte Kapitalrückzahlung zu leisten, nennt man das Emittenten-Risiko. Wird der Emittent insolvent, werden die Forderungen aus den festverzinslichen Wertpapieren zu Insolvenzforderungen. Bei Tagesgeld als Geldanlage besteht eine solches Risiko nicht. Denn nach Gesetz ist Tagesgeld bis zu 50 000 Euro geschützt und kein Gläubiger der Bank, darf auf dieses Geld zugreifen. Um das verlorene Vertrauen der Kunden zu den Banken wieder aufzubauen, haben die Banken einen Einlagensicherungsfonds geschaffen, um alle Einlagen, auch die, welche über die 50 000 Euro hinausgehen, im Insolvenzfall der Bank zu schützen.